Gemeinsam weitergehen

Die evangelischen Kirchengemeinden Gerstetten und Gussenstadt feiern Fusion

Johanna Mludek leitet seit 1. Januar 2025 die vereinte evangelische Kirchengemeinde Gerstetter Alb. Die Fusion von Gerstetten und Gussenstadt wurde feierlich in einem Festgottesdienst begangen.

Seit dem 1. Januar 2025 ist Johanna Mludek Vorsitzende der Kirchengemeinde „Gerstetter Alb“. Diese Nachricht verkündete sie selbstbewusst in der Gussenstadter Festhalle. Die beiden Kirchengemeinden Gerstetten und Gussenstadt wollen ihre Ziele und Anliegen künftig gemeinsam gestalten. Dies ist in einer Absichtserklärung der Geistlichen Jürgen Bobzin (Gerstetten) und Hans Ulrich Bosch (Gussenstadt) festgehalten. Um die Zusammenführung zu feiern, fand in Gussenstadt ein Festgottesdienst statt, gehalten von Prälatin Gabriele Wulz. Der Gottesdienst wurde musikalisch von den Posaunenchören aus Würzburg und Gerstetten begleitet, die ein beeindruckendes 65-Instrumente-Orchester unter der Leitung von Sebastian Jäger und Sarah Berger auf die Bühne brachten.

Die Kirchengemeinden feierten ihren Zusammenschluss

Die evangelischen Kirchengemeinden Gerstetten und Gussenstadt feierten ihren Zusammenschluss mit dem Motto „Gemeinsam weitergehen“. Die bisherigen Gemeinden, Gerstetten mit 2.800 evangelischen Mitgliedern und Gussenstadt mit 770, werden nun vereint. Um diese Absicht bildhaft darzustellen, tauschten die Pfarrer Bobzin und Bosch ihre Talare gegen Wanderkleidung und durchquerten sichtbar angestrengt die Tischreihen der Halle, um sich am Ende erschöpft zum Vesper niederzulassen.

Pfarrer Jürgen Bobzin (v.l.), Prälatin Gabriele Wulz und Pfarrer Hans Ulrich Bosch beim Festgottesdienst anlässlich des Zusammenschlusses der evangelischen Kirchengemeinden Gerstetten und Gussenstadt. Georg Schabel

Prälatin Wulz griff in ihrer Predigt den Gedanken des humorvollen Einakters auf und gestand, dass sie anfangs keinen Weg für die Fusion beider Gemeinden gesehen habe. Der nun gefundenen Gemeinschaft zolle sie großen Respekt. In ihrer Predigt bezog sie sich auf die Begegnung Christi mit der Frau aus Samaria, die er um Wasser bat. Das Beispiel vom lebendigen Wasser lehre uns, was uns am Leben halte. Sie freue sich, dass auf Gerstetter Boden eine neue Gemeinde entstehe. Die Fusion wurde auch deshalb initiiert, weil der Pfarrplan eine Reduzierung des Gussenstadter Deputats um 50 Prozent vorsieht.