Investition in die Sicherheit

Mehr Raum für Feuerwehr und DRK: Burgberg bekommt Anbau ans Gerätehaus

Die Feuerwehrabteilung wächst, das DRK braucht ein neues Domizil, beides will die Stadt Giengen nun zusammenführen: In Burgberg soll für gut eine Million Euro ein gemeinsames Gerätehaus entstehen.

Die Abteilung Burgberg der Freiwilligen Feuerwehr Giengen und die Burgberger DRK-Ortsgruppe können sich freuen: Der beiden Organisationen dienende Anbau an die örtliche Feuerwache ist beschlossene Sache. Aus städtischer Sicht gibt es dabei womöglich einen Wermutstropfen: Die geplanten Kosten haben zwischenzeitlich die Millionengrenze überschritten.

Das östlich der Maria-von-Linden-Halle gelegene Gerätehaus wurde ursprünglich Anfang der 1980er-Jahre gebaut. 2014 wurde bereits der Schulungsraum erweitert und ein Stellplatz für ein großes Löschfahrzeug angebaut. Dass nun, gut ein Jahrzehnt später, erneut erweitert werden soll, liegt offenbar nicht an mangelhafter Planung, sondern am erfreulichen Umstand, dass die Burgberger Wehr einem beachtlichen Wachstum unterliegt.

Starkes Wachstum bei der Burgberger Jugendfeuerwehr

Waren beispielsweise 2020 noch 20 Personen aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, waren es Ende 2024 bereits 35. Noch krasser stellt sich der Boom bei der Burgberger Jugendfeuerwehr dar: Aktuell hat die Jugendabteilung 13 Mitglieder, noch vor vier Jahren waren es lediglich drei.

Dass das Gerätehaus mit dem nun anstehenden An- und Umbau zu einer Art kleinem Rettungszentrum wird, rührt daher, dass jetzt auch Raum für die DRK-Ortsgruppe geschaffen wird. Derzeit sind die Rotkreuz-Aktiven in Burgberg noch im Roten Schulhaus untergebracht. Dort müssen sie allerdings aus brandschutztechnischen Gründen ausziehen. Daher entstand der Ansatz, die beiden Blaulichtorganisationen durch die Erweiterung des Gerätehauses an der Sperberstraße zusammenzuführen.

Daher durchlief die Planung für die Erweiterung auch mehrere Phasen, wie Architekt Uwe Kock im Gemeinderat darlegte. In einem ersten Entwurf vor knapp zwei Jahren war der Anbau von je einer Großgarage für Feuerwehr und DRK vorgesehen. In der Fahrzeugbox für das DRK sollen zudem eine Umkleide sowie Lagerfläche entstehen. Damals lag die Kostenschätzung bei einem Preis von rund 675.000 Euro.

Kosten überspringen die Millionengrenze

Zwischenzeitlich stellte sich jedoch heraus, dass es am Gerätehaus keinen funktionierenden Ölabscheider gab, sodass ein zusätzlicher neuer Waschplatz für die Fahrzeuge eingeplant wurde. Hinzu kamen auch eigene Räume für die Jugendfeuerwehr. Weil sich über die Planungsphase hinweg auch die Baupreise allgemein erhöht haben, liegt Kocks aktuelle Kostenermittlung genau bei 1,084 Millionen Euro.

Diese Summe muss die Stadt Giengen allerdings nicht gänzlich alleine tragen. Im Januar wurde beim Ausgleichstock des Landes ein Fördermittelantrag in Höhe von gut 368.000 Euro gestellt. Zudem hofft man im Rathaus auf einen 90.000-Euro-Zuschuss aus der sogenannten Zuwendung zur Förderung des Feuerwehrwesens. Über beide Zuschüsse ist jedoch noch nicht entschieden worden.

Stadtrat Wilhelm Oszfolk (SPD) erkundigte sich in der Gemeinderatssitzung, wann das Vorhaben umgesetzt werden solle. Geplant sei, so Architekt Kock, die Arbeiten Ende des Jahres auszuschreiben und Anfang 2026 mit dem Bau zu beginnen. Den Baubeschluss fasste der Gemeinderat einstimmig.

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr Burgberg

Voraussichtlich bereits vor Beginn der Bauarbeiten dürfte es eine Neuerung für die Burgberger Einsatzabteilung geben: Die beiden neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF10), die die Stadt Giengen für die Abteilungen Giengen und Burgberg bestellt hat, sollen im Herbst 2025 ausgeliefert werden. Unlängst sind die beiden Mercedes-Fahrgestelle bei der Firma Ziegler in Giengen eingetroffen, wo sie ihre Aufbauten bekommen sollen. In Burgberg wird das HLF10 das aus dem Jahr 1999 stammende Löschgruppenfahrzeug LF16/12 ersetzen. Die beiden Fahrzeuge wurden im April 2024 bestellt, die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 1,3 Millionen Euro, knapp 200.000 Euro davon übernimmt das Land.

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