Zum fünften Mal in Folge hat Roderich Kiesewetter (CDU) den Wahlkreis Aalen-Heidenheim gewonnen. Der 61-Jährige konnte 41,4 Prozent der Erststimmen auf sich vereinen und lag damit deutlich vor Dr. Jürgen Müller (AfD), der es auf 23,1 Prozent brachte. Dahinter folgten Cornelia True (SPD; 14,1), Dr. Jeannette Behringer (Grüne; 8,3), Thomas Jensen (Linke; 5,0) und Chris-Robert Berendt (FDP; 3,6). Ein vergleichbares Bild zeigte sich bei den Zweitstimmen: CDU 34,7, AfD 23,0, SPD 14,1, Grüne 9,4, Linke 5,4, FDP 4,9 Prozent.
Wahlkreissieger zu sein, bedeutete in der Vergangenheit stets, ein Bundestagsmandat sicher zu haben. Die Wahlrechtsreform, die darauf abzielt, die Zahl der Abgeordneten auf 630 zu begrenzen, hat das verändert. Um ein errungenes Direktmandat auch sicher zu erhalten, muss es jetzt durch das bundesweite Zweitstimmenergebnis der jeweiligen Partei gedeckt sein. Ist dies nicht der Fall, so gehen die Wahlkreisgewinner mit den geringsten Erststimmenergebnissen leer aus. Kiesewetter ist davon nicht betroffen. Er gehört auch dem nächsten Bundestag an – im Gegensatz zu allen anderen Bewerbern und Bewerberinnen im Wahlkreis Aalen-Heidenheim.
Kiesewetter auch in der Stadt Heidenheim vorn
Auch im Heidenheimer Stadtgebiet setzte sich Kiesewetter wieder gegen seine Konkurrentinnen und Konkurrenten durch. Während er dort 33,9 Prozent der Erststimmen einfahren konnte, verbuchten Dr. Jürgen Müller 24,0, Cornelia True 18,0, Dr. Jeannette Behringer 9,3, Thomas Jensen 7,0 und Chris-Robert Berendt 3,6 Prozent. Bei den Zweitstimmen hatte mit 27,5 Prozent die CDU die Nase vorn. Dahinter folgten AfD (23,5), SPD (16,7), Grüne (10,7) Linke (7,3) und FDP (5,0).
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Der bundesweit mit großen Emotionen geführte Wahlkampf schlug sich auch vor Ort in einer hohen Wahlbeteiligung nieder. Bezogen auf den gesamten Wahlkreis lag sie bei 82,9 Prozent (2021: 76,4), in der Stadt Heidenheim bei 77,5 Prozent (70,5).