Das Heidenheimer Congress Centrum war am Sonntagvormittag nicht ganz vollbesetzt, dennoch waren viele Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Einladung der Stadt Heidenheim zum Bürgerempfang gefolgt.
Der innere Kern des Bürgerempfangs ist es, denen, die für die Gesellschaft schuften, eine Bühne zu geben.
Matthias Jochner, Moderator
Oberbürgermeister Michael Salomo stellte in seiner Begrüßung heraus, wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt gerade in diesen unsicheren Zeiten sei. Unabdingbarer Kern dieses Zusammenhaltes bleibe das Ehrenamt, das auch die Stadt Heidenheim nach Kräften unterstützen will. „Wir können dafür die Infrastruktur zur Verfügung stellen“, so Salomo. „Mit Leben gefüllt werden muss sie aber von den Menschen in der Stadt.“ Beispielhaft nannte er die TSG Schnaitheim, deren junge Turnerinnen mit einem beeindruckenden Auftritt zur Unterhaltung beim Empfang beigetragen hatten, oder den Musikverein Schnaitheim, der zu Beginn der Veranstaltung gespielt hatte. Ein wenig Sorge habe Salomo dennoch, dass „das Ehrenamt bei den jungen Menschen in Zukunft nicht mehr so einen hohen Stellenwert haben wird“.
Anstatt eine große Rede zur aktuellen politischen Situation in der Stadt Heidenheim zu halten, ließ sich Salomo von Maja Jochem interviewen, die seit Januar die neue Pressesprecherin der Stadt Heidenheim. Naturgemäß wenig kontrovers fällt ein solches Gespräch aus. Salomo nutzte es stattdessen, um für die Lebensqualität in der Stadt zu werben, die Vorteile innovativer Ideen wie „Smart City“ herauszustellen und dafür zu plädieren, der Umnutzung des Elmar-Doch-Hauses zur Gastronomie eine Chance zu geben – und so die demokratisch getroffenen Entscheidungen im Heidenheimer Gemeinderat zu respektieren.
Auszeichnung für den Verein zur Förderung des Frauen- und Kinderschutzhauses
„Der innere Kern des Bürgerempfangs ist es, denen, die für die Gesellschaft schuften, eine Bühne zu geben“: So leitete Moderator Matthias Jochner die Ehrung einer ganz besonderen Gruppe Menschen ein. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurden die Mitglieder des Vereins zur Förderung des Frauen- und Kinderschutzhauses ausgezeichnet. In einem kurzen Film wurde die wichtige Arbeit des Teams vorgestellt, das sich für Frauen und Kinder einsetzen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind und Schutz im Frauen- und Kinderhaus suchen müssen. „Sie haben den Mut, nicht wegzuschauen, und ermöglichen konkrete Hilfe“, so Oberbürgermeister Michael Salomo. „Für die betroffenen Frauen und Kinder ist die Not groß, denn es geht für sie ums Überleben – gefühlt und oft auch tatsächlich.“
Alle Frauen müssen wissen, dass es eine Zuflucht gibt, wo sie in Sicherheit sind.
Oberbürgermeister Michael Salomo, über das Heidenheimer Frauenhaus

Karin Bühner ist seit fast zehn Jahren Vorsitzende des Vereins und nahm die Auszeichnung gemeinsam mit weiteren Mitgliedern entgegen. Laut Bühner geht es dem Verein vor allem darum, sichtbar zu sein: „Es ist und eine Herzensangelegenheit, allen hier klarzumachen, dass es hier ein Frauenhaus gibt. Alle Frauen müssen wissen, dass es eine Zuflucht gibt, wo sie in Sicherheit sind.“