Forstwirtschaftsplan

Stürme, Trockenheit und Käferbefall spülen Geld in die Hermaringer Kasse

Im Rahmen der Vorstellung des Forstwirtschaftsplans 2025 bilanziert die Hermaringer Verwaltung das vergangene Wirtschaftsjahr im Gemeindewald und schreibt die wesentlichen Kennzahlen für das laufende Jahr fest.

Sozusagen mit einem lachenden und einem weinenden Auge zugleich kann man in Hermaringen auf das vergangene Jahr zurückblicken, zumindest wenn es um den eigenen Wald geht. Denn Revierleiter Günther Taub konnte den anwesenden Gemeinderäten verkünden, dass der eigene Wald einen satten Gewinn erwirtschaftet hat. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1250 Festmeter Holz geschlagen, geplant waren allerdings nur 800.

Stürme, Trockenheit und Käferbefall

Von diesen 1250 Festmetern waren wiederum nur 18 Prozent – also 230 Festmeter – auch wirklich so gewollt. Denn der übergroße Rest, also 1020 Festmeter, mussten geerntet werden. Diese Bestände sind entweder von Stürmen gefällt worden (324 Festmeter) oder sie sind Opfer von Trockenheit und Käferbefall (696 Festmeter) geworden. Ein Teil des Schadholzes stammte noch aus Sturmschäden des Jahres 2023, die aber erst 2024 als „Käferholz“ zu Buche schlugen. 89 Prozent der gefällten Bäume waren Nadelhölzer und elf Prozent Laubholz, „das Nadelholz ist sehr viel anfälliger“, erläuterte Revierleiter Taub.

Das Resultat der Tätigkeit der ungebetenen kleinen Helferlein lautete jedenfalls: Die Einnahmen aus Holzverkäufen lagen im Jahr 2024 um fast 69 Prozent über dem Planansatz. Kalkuliert hatte man in der Verwaltung bei der Aufstellung des Waldhaushaltes mit Einnahmen von 54.400 Euro, tatsächlich wurden es aber fast 92.000 Euro, also ein sattes Plus von 38.000 Euro.

Starker Anstieg der Niederschläge

Eine noch stärkere Ausbreitung der Käfer sei im vergangenen Jahr glücklicherweise durch den Regen verhindert worden, erläuterte Günther Taub. „Wir hatten extrem hohe Niederschläge im Mai und im Juni mit fast 180 und 140 Litern pro Quadratmeter“. Das habe zwar leider zu Hochwassern entlang der Donau geführt, „aber den Käfer hat es sehr stark gebremst“.

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