Nachdem es viele Contra-Stimmen zu dem Radweg gibt, hier von mir eine Anregung, nicht nur eigene Interessen zu sehen, sondern auch anderen Menschen etwas zuzugestehen. Auch dass sie sich sehr wohl was bei der Sache denken. Die Beiträge, die ich dazu gehört habe, sind häufig sehr kurz gedacht. Es geht hier um ein Gesamtkonzept entlang der gefährlichen, stark befahrenen B 19, dessen erster Schritt dieser Fahrradweg ist, der ein großer Gewinn für Pendler in die Industrie- und Gewerbegebiete Oberkochens sein kann.
Zeiss/Hensoldt bekommen mit den Neubauten demnächst über 1000 neue Mitarbeiter dazu. Die Ortsdurchfahrt wird noch stärker zur Qual und sicherlich nicht ungefährlicher. Das Gesamtkonzept soll für Entlastung für die gequälten Königsbronner und Pendler sorgen. Man stelle sich vor, es gibt beispielsweise noch einen Pendler-Parkplatz vor den Toren von Königsbronn, wo Willige auf das Fahrrad umsteigen, weil sie schneller durch Königsbronn sind, keinen Parkplatz in Oberkochen suchen müssen, von dem sie über zehn Minuten dann an ihren Arbeitsplatz laufen. Also einen Zeitgewinn von zweimal täglich ca. 20 Minuten haben werden.
Warum bin ich für jegliche Entlastung, eben auch für diesen Schnelltrassen-Radweg? Ich habe in meiner Kindheit an der B 19 gelebt, einige Menschen, die dort starben, live mitbekommen. Meinen besten Kindergartenfreund, der kurz nach mir über die Straße sprang, weil es noch keine Ampel damals gab, musste ich tot unter einem Lkw liegen sehen, was ein Trauma in mir auslöste und meine ganze Kindheit und Jugend beeinflusste. Das möchte ich nicht mal meinen schlimmsten Feind erleben lassen. Ich bitte deshalb um Weitsicht, warum ein Gesamtkonzept, inklusive dieses Schnelltrassenradwegs für Pendler, durchaus Sinn machen kann.
Hanspeter Forner, Königsbronn