Nachrichtenüberblick

Ex-Erzieher aus Aalen wegen Kinderpornografie vor Gericht und das größte Osternest der Welt in Lauingen

Die Ulmer Innenstadt wird bis zur Landesgartenschau 2030 aufgehübscht und im kleinen Balzhausen im Kreis Günzburg entsteht ein großer Batteriespeicher. Was hat sich sonst noch in der Nachbarschaft getan?

Zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten wegen Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie ist ein 24-jähriger Mann aus Aalen verurteilt worden. Auf diversen Geräten waren insgesamt rund 3500 Bilder und einige Videos gefunden worden. Der Angeklagte räumte laut der „Schwäpo“ alle Tatbestände ein. Er habe bis zur Durchsuchung viel Pornografie und vor allem sehr viele Drogen konsumiert. Über Pornografie sei er wohl zur Kinderpornografie gekommen.

Er könne es nicht erklären. Zur fraglichen Zeit war der Angeklagte als Erzieher in einer Kinderbetreuungseinrichtung tätig. Wie der Sachbearbeiter der Kriminalpolizei berichtete, seien aber keine Hinweise aufgetaucht, dass er sich dort an Kindern vergangen habe. Der 24-Jährige sagte dazu, er habe nie sexuelle Interessen an Kindern gehabt. Bereits vor der Aufdeckung hatte er selbst gekündigt, danach wurde ihm fristlos gekündigt und er hat eine andere Ausbildung angetreten.

Teile der Ulmer Fußgängerzone werden neu gestaltet

Die Bahnhofs- und Hirschstraße sind die wichtigsten Shopping-Lagen Ulms, doch arg in die Jahre gekommen. Daher hatte die Stadt vor, sie für 21 Millionen Euro umzugestalten: in ein grünes, hochwertig gestaltetes Areal, um Atmosphäre, Attraktivität und Aufenthaltsqualität zu steigern. Allerdings waren laut der „Südwest Presse“ zuletzt Fragen aufgekommen.

Etwa ob das Vorhaben angesichts der parallel laufenden Großbaustellen, vor allem an der B10, eine zu hohe Belastung für City und Handel darstellen würde. Auch die finanzielle Lage der Stadt ist laut der „Südwest Presse“ ein Problem. Der große Wurf ist nun jedenfalls vom Tisch, ein komplettes Verschieben der Innenstadtgestaltung in die Zukunft aber ebenso: Die Stadt wird die Neugestaltung der Fußgängerzone 2026 angehen, aber sich bis zur Landesgartenschau 2030 auf die Bahnhofsstraße beschränken. Der Rest soll danach folgen – wenn Geld da ist.

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm planen zwei Flusswasser-Wärmepumpen

Für ein mögliches Geothermie-Kraftwerk der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm finden gerade Voruntersuchungen statt, gleichzeitig arbeiten die SWU an einem weiteren, weitaus einfacher zu realisierenden Weg, um die Energiewende voranzubringen: Flusswasser-Wärmepumpen. Vorgesehen ist, die Anlagen im ersten Quartal 2026 an zwei Standorten an der Donau zu bauen und 2027 in Betrieb zu nehmen. Im Betrieb werden der Donau pro Sekunde zwischen 50 und 200 Liter Wasser entnommen und zu einer Wärmepumpe transportiert.

Darin wird die Wärme in einem geschlossenen Kreislauf abgegeben. Die Energie, die aus dem Flusswasser gewonnen wird, kann laut der „Südwest Presse“ bis zu 700 Haushalte mit Fernwärme versorgen. Erzeugt werden soll aber durch die Nutzung der Temperatur des Flusswassers nicht nur Wärme, sondern indirekt auch Strom. Dafür wird eine Power-to-heat-Anlage installiert, in der Wärme mittels elektrischer Energie erzeugt wird. 

Ab 12. April: das größte Osternest der Welt in Lauingen

Es ist wieder so weit: Das weltweit größte Osternest kann vom 12. bis 27. April auf dem Lauinger Marktplatz bestaunt werden. Organisiert wird das Ganze bereits zum zwölften Mal vom Verein „Kulturmarkt Lauingen“, der immer noch den Weltrekord für das „größte Osternest der Welt“ innehält. Mit einer Fläche von etwa 235 Quadratmetern hat das Nest einen Durchmesser von 19 Metern. Das Riesennest besteht laut der „Donau Zeitung“ aus insgesamt zwei Tonnen Baumschnitt, der ringförmig aufgeschichtet wird.

Das gigantische Nest wird dann mit 75.000 bemalten kleineren und mittleren Plastikeiern gefüllt. Fünf gewaltige Betoneier bilden den Höhepunkt des Nestes. Jedes Ei ist 2,20 Meter hoch und 3,20 m lang und wiegt etwa 200 Kilogramm. Alles Unikate, die von Künstlern aus Gundelfingen, Dillingen, Höchstädt, Wertingen und Lauingen gestaltet wurden.

Zweiter Beißangriff eines Rottweilers in Günzburg

Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Günzburg zwölf Beißangriffe durch Hunde registriert. Ein Fall, bei dem ein Rottweiler sowohl einen anderen Hund als auch dessen Halter attackierte, landete nun vor dem Amtsgericht. Und zwar bereits zum zweiten Mal. Laut der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft, aus der die „Günzburger Zeitung“ zitiert, geht hervor, dass der Angeklagte wusste, dass sein Hund aggressiv auf Dinge reagiert, die sich bewegen.

Demzufolge war er vor zwei Jahren dazu verpflichtet worden, den Rottweiler außerhalb des gesicherten Grundstücks nur angeleint an einer reißfesten Leine zu führen. Deren Länge dürfte nicht mehr als 1,5 Meter betragen, das Halsband müsse zudem schlupfsicher sein und der Hund einen Maulkorb tragen, solange er sich in bebauten Gebieten und im Umkreis von 100 Metern des Grundstücks aufhält.

Auf der Route des Angeklagten war in etwa 50 Metern Entfernung der spätere Geschädigte mit seinem Hund spazieren. Entgegen seinen Verpflichtungen habe der Angeklagte jedoch seinen Hund zum Tatzeitpunkt ohne Maulkorb und mittels einer Leine ausgeführt, welche lediglich durch einen ungesicherten, nicht verschließbaren Karabiner mit dem Kettenhalsband des Rottweilers verbunden war.

Der Hund wand sich, wodurch er sich von der Leine löste und auf den Geschädigten und dessen Hund zu rannte und sich in letzteren verbiss. Als der Geschädigte versuchte, die Hunde zu trennen, biss der Hund ihn in beide Hände. Der Halter des Rottweilers wurde zu 65 Tagessätzen à 15 Euro verurteilt. Welche weiteren Konsequenzen die erneute Beißattacke außerdem hat, muss ein Verwaltungsverfahren entscheiden.

Drei Batteriegroßspeicher in Balzhausen

Die Energiewende hat Fahrt aufgenommen und da oft mehr aus Wind und Sonne erzeugter Strom zur Verfügung steht, als ins Netz gespeist werden kann, müssen solche Anlagen in Spitzenzeiten gedrosselt oder ganz vom Netz genommen werden. Jetzt rücken vermehrt Speicheranlagen in den Blick von Investoren. Drei Batteriegroßspeicher sollen nahe dem Umspannwerk in Balzhausen mit seinen 1300 Einwohnern im Kreis Günzburg entstehen und im Herbst in Betrieb gehen. Dafür steht jetzt ein riesiger Transformator auf dem Gelände des Umspannwerks.

Das rund zehn Meter lange, drei Meter breite und rund vier Meter hohe Gerät wiegt 86 Tonnen. Es ist der Netzanschlusspunkt zwischen Mittel- und Hochspannung und hat eine Leistung von rund 80 MVA (Megavoltampere). Sieben Projekte dürfen ihren Strom dort einspeisen: die drei Batteriegroßspeicher mit insgesamt 61 MW (Megawatt) Leistung, drei Fotovoltaikanlagen mit 44 MW Gesamtleistung und eine Windkraftanlage mit 22 MW. Durch die Kombination der Energieträger Solar- und Windkraft mit Batteriespeichern wird die bestehende Netzkapazität laut der „Günzburger Zeitung“ mehr als optimal genutzt.

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