Nanu? Das ist eine neue Gefühlswelt bei den Fans des 1. FC Heidenheim. Ihre Mannschaft kann einfach nicht mehr verlieren. Das 1:0 beim VfL Wolfsburg war der zweite Sieg in Folge und der siebte Punkt aus den letzten drei Spielen. Dies strich auch Patrick Mainka hervor. Zudem wies der FCH-Kapitän darauf hin, dass sein Team nun im dritten Auswärtsspiel in Folge ungeschlagen geblieben ist. „Das gibt Glauben, das gibt Selbstvertrauen“, so der 30-Jährige im Hinblick auf den Kampf um den Kassenerhalt.
Er blutet, muss genäht werden, kommt wieder rein, holt den Elfmeter raus, schießt ihn rein. Genau das ist, was wir brauchen.
FCH-Kapitän Patrick Mainka über Marvin Pieringer
Mainka strich auch heraus, dass seine Mannschaft „alles reingeschmissen“ habe und adelte Mitspieler Marvin Pieringer. Dieser erzielte nach einer Verletzungspause das Tor des Spiels per verwandeltem Elfmeter (16. Minute). Dies zeige Pieringers Charakter. „Er blutet, muss genäht werden, kommt wieder rein, holt den Elfmeter raus, schießt ihn rein. Genau das ist, was wir brauchen. Widerstände brechen, da ist Piere heute vorangegangen“, lobte Mainka.
Mittlerweile sollte jedem klar sein, dass mit uns immer zu rechnen ist und dass uns niemand aufgeben sollte.
FCH-Stürmer Marvin Pieringer
Marvin Pieringer selbst gab das Lob zurück. „Wir haben alle gekämpft. Es hat uns heute ausgezeichnet, dass jeder den Meter mehr gemacht hat, jeder einen Zweikampf mehr beschritten hat als vielleicht die letzten Monate. Das war der Grund, dass wir das Spiel gewonnen haben“, so der FCH-Stürmer, der das sprichwörtliche „hinfallen, aufstehen, weitermachen“ auf die zuletzt schwierige sportliche Lage bezog: „Viele haben uns die letzten Monate am Boden gesehen, wir waren vielleicht auch am Boden durch unsere fehlenden Leistungen in der Zeit. Aber mittlerweile sollte jedem klar sein, dass mit uns immer zu rechnen ist und dass uns niemand aufgeben sollte.“

In der Tabelle ist der FCH durch den Sieg auf den Relegationsrang vorgerückt. In den kommenden Wochen warten aber mit Leverkusen, Frankfurt oder den Bayern Gegner mit großen Namen. Am Samstag, 5. April, kommt der Tabellenzweite Bayer Leverkusen in die Voith-Arena (15.30 Uhr). Pieringer wird aber nicht bange beim Gedanken daran. „Wir haben gezeigt, dass wir gerade bei uns zu Hause jeden Gegner an seine Grenzen bringen können. Gerade mit so einer Leistung wie heute, wenn wir da vielleicht die ein oder andere Schippe drauflegen, dann ist da auch nächste Woche definitiv etwas drin.“
Wir müssen es beibehalten, von Spiel zu Spiel zu denken. Dann ist egal, wer kommt.
FCH-Kapitän Patrick Mainka
Und Patrick Mainka? Der FCH-Kapitän schaut wiederum nicht so weit voraus. „Wir müssen es beibehalten, von Spiel zu Spiel zu denken. Dann ist egal, wer kommt.“