Bereits zum siebten Mal veranstaltete der 1. Tanzclub Heidenheim des SV Mergelstetten am vergangenen Wochenende das Tanzsport-Turnier um den Mergel-Pokal. Für die Gastgeber lief dabei alles wie am Schnürchen. Während rund 60 Tanzpaare in der Mergelstetter Sport- und Festhalle in acht Klassen um den Sieg kämpften, kümmerten sich hinter den Kulissen mehr als 40 Helfer um einen reibungslosen Ablauf.
Lokalmatadore sorgen für Begeisterung
Auf der Tanzfläche sorgten vor allen Dingen die beiden Lokalmatadore Birgit und Jürgen Buttkus für Begeisterung bei den rund 130 Zuschauern. Mit acht weiteren Tanzpaaren starteten die beiden in die Vorrunde der Klasse Master III S Standard und erreichten mühelos die Finalrunde. Beflügelt vom heimischen Publikum sicherten sich die beiden in jedem der fünf Standardtänze den ersten Platz und holten sich nach dem Sieg im Vorjahr erneut den Pokal. „Das Publikum trägt einen durchs Turnier“, sagt Jürgen Buttkus und ergänzt: „Allerdings ist es zu Hause auch immer anstrengend, weil man den Druck hat, abliefern zu müssen.“
Hinter dem Erfolg steckt viel Arbeit
Ohnehin kam das Wochenende für das Ehepaar Buttkus einem Marathon gleich. Neben der Turniervorbereitung und dem Auf- und Abbau stand am Tag nach dem Mergel-Pokal ein weiteres Turnier in Mutlangen an. Auch beim Frühlingspokal des Rot-Weiß Schwäbisch Gmünd dominierte das Duo des TC Heidenheim und krönte das lange Wochenende mit dem bereits dritten Sieg in diesem Jahr.
Hinter diesem Erfolg steckt jede Menge Training. Neben den Einheiten im Verein und bei privaten Trainern unterrichtet das Ehepaar Buttkus auch selbst: „Unser Ziel ist es, nicht nur mehr junge Menschen fürs Tanzen allgemein zu begeistern, sondern speziell für den Turniertanz“, sagt Birgit Buttkus.
Knapp an Rang zwei vorbei
Ebenfalls eine großartige Leistung zeigten Andrea und Dr. Manfred Lerch. Mit nur einem Zähler Rückstand auf die Zweitplatzierten kamen die beiden vom TC im SV Mergelstetten in der Klasse Master IV S Standard am Ende auf Rang drei. „Das war wirklich knapp“, sagte Andrea Lerch, die im Jahr 2009 mit ihrem Gatten Dr. Manfred Lerch in der untersten Turnierklasse angefangen hatte. Heute bestreiten die beiden rund 15 bis 20 Turniere im Jahr und starten seit einigen Jahren in der Klasse S Masters IV.

„Das Heimturnier ist natürlich etwas Besonderes. Fast so wie ein Heimspiel beim Fußball. Allerdings herrscht auch eine gewisse Anspannung, weil man sich keine Blöße geben will“, sagt Andrea Lerch. Die Vorbereitung auf das jeweilige Turnier nimmt dabei einiges an Zeit in Anspruch: „Es geht um den perfekten Auftritt, bei dem man versucht den Wertungsrichtern und dem Publikum eine Impression mitzugeben, um sich perfekt zu zeigen“, erklärt Dr. Manfred Lerch und ergänzt: „Ich würde fast behaupten, dass Tanzen die schwierigste Sportart überhaupt ist, weil hier zwei Menschen synchron harmonieren müssen, um diese Perfektion aufs Parkett zu bringen.“
Abgerundet wurde der Turniererfolg durch den dritten Platz von Elke und Harald Roos. Beide sind zwar Mitglieder im 1. Tanzclub Heidenheim und werden vom Heidenheimer Trainer Peter Flad trainiert, starten allerdings für den Club Rot-Gold Schwäbisch Hall.
Fünf Wertungsrichter schauten genau hin
Im Einsatz waren beim Mergel-Pokal fünf Wertungsrichter, die ganz genau hinsehen, wenn die Tanzpaare ihre Performance in den fünf Standardtänzen abliefern. „Geachtet wird dabei darauf, dass die Paare nicht aus dem Takt tanzen, dass sie stabil bleiben und die Tanzhaltung einhalten sowie auf die Fußarbeit und die Schwierigkeit der getanzten Figuren“, erklärt Sportwart Gottfried Kollross, der das Turnier gemeinsam mit Carsten Wiethaup geleitet hat.

Für den 1. Tanzclub Heidenheim war auch die siebte Auflage des Mergel-Pokals ein voller Erfolg. Zeit, um sich auszuruhen, bleibt nicht. Bereits am kommenden Wochenende steht für die beiden Paare des TC Heidenheim das nächste Turnier an.