Einmal im Jahr platzt die Heidenheimer Aquarena aus allen Nähten. Nämlich dann, wenn sich Schwimmerinnen und Schwimmer aus Bayern, Baden und Württemberg und auch aus dem Ausland zum internationalen Schwimmfest treffen. Der SV Heidenheim 1904 richtete das Event zum 31. Mal aus und konnte sich am vergangenen Wochenende über knapp 600 Schwimmer und insgesamt 3286 Starts freuen.
Wir haben uns weiter etabliert, und es kommen sehr viele junge Schwimmer zu uns.
SVH-Vorsitzender Karl Niederberger
Mitorganisator Karl Niederberger zeigte sich angesichts der Steigerung um 1000 Starts im Vergleich zum Vorjahr sehr zufrieden. „Wir haben uns weiter etabliert, und es kommen sehr viele junge Schwimmer zu uns. Für Heidenheim bedeutet dies einen großen Bekanntheitsgrad, da es nicht viele 50-Meter-Bahnen in der Umgebung gibt, auf denen die Schwimmerinnen und Schwimmer ihre Pflichtzeiten für die deutschen Meisterschaften schwimmen können“, sagte der 78-Jährige, der seit 68 Jahren im Verein aktiv ist und seit knapp 25 Jahren als 1. Vorsitzender die Geschicke der Abteilung leitet.
16 Schwimmerinnen und Schwimmer erreichen die Top-3
Warum mit Liechtenstein nur ein internationales Land vertreten war? Darauf hatte Karl Niederberger eine nachvollziehbare Antwort. „Seit Corona fehlt bei vielen einfach das Geld für die Fahrt und die Übernachtung“, so Niederberger, der auch andeutete, dass die Pandemie auch in die Kasse des SVH ein großes Loch gerissen hat. Doch warum ist das Heidenheimer Schwimmfest insgesamt so beliebt bei den aktiven Schwimmern? Auch darauf hatte der Verantwortliche des SVH eine Antwort. „Heidenheim hat eine sehr schnelle Bahn. Hier werden immer tolle Zeiten geschwommen“, freute sich Niederberger.

Die Schwimmerinnen und Schwimmer nutzten die guten Bedingungen jedenfalls für starke Leistungen. Und auch die Gastgeber gingen in den Vorläufen und Entscheidungen nicht leer aus. Insgesamt 16 SVHler schafften es unter die besten Drei, 33 Heidenheimer Schwimmerinnen und Schwimmer landeten in den Top-Fünf. Dabei schwamm ein SVH-Duo ganz nach vorne. Luca Bongartz (Jahrgang 2014) schnappte sich über 200 Meter Lagen den Sieg in seiner Altersklasse. Zudem jubelte Nahuel Campero (2016) über seinen ersten Platz über 200 Meter Freistil. Mit Laurin Oberlader (50 m Schmetterling, 7. Platz, und 50 m Freistil, 6.), Carlotta Kondring (50 m Brust, 4.) und Daniel Schröder (50 m Brust, 8.) schafften es drei SVHler in die Finalläufe.
Marie Fuchs vom SV Schwäbisch Gmünd schwimmt neuen Veranstaltungsrekord
Für einen doppelten Höhepunkt sorgte Marie Fuchs vom SV Schwäbisch Gmünd. Im Vorlauf schwamm sie über 50 Meter Freistil einen neuen Veranstaltungsrekord, den sie selbst dann im Finale brach (25,85 Sekunden). Den Medaillenspiegel aller Wettbewerbe führte der SV Region Stuttgart (34 1., 27 2., 8 3. Plätze) an. Im Ranking der offenen Wertungen stand der SV Cannstatt (7 1., 8 2., 4 3.) ganz oben.
Bei den Schwimmerinnen und Schwimmern kommt das Schwimmfest auf Nachfrage ausnahmslos gut an, und auch Karl Niederberger verriet, dass der Termin für nächstes Jahr schon so gut wie feststeht. Er selbst will noch nicht in „Schwimmrente“ gehen. „Ich mache es noch, solange ich es kann“, so Niederberger, der sichtlich immer noch großen Spaß an seiner Vereinstätigkeit hat.
Die Top-Drei-Ergebnisse der Starter des SV Heidenheim:
1. Platz: Luca Bongartz – 200 m Lagen Entscheidung (Jahrgang 2012), 3:16,17; Nahuel Campero – 200 m Freistil Entsch. (2016), 3:56,07;
Platz 2: Carlotta Kondring – 200 m Lagen Entsch. (2006 und älter), 2:49,22; Elin Baur – 100 m Brust Vorlauf (2016), 1:56,54; Liel Baur – 100 m Brust Vorl. (2016), 1:51,93; Luan Baur – 200 m Brust Entsch. (2014), 4:00,28; Nahuel Campero – 100 m Freistil Vorl. (2016), 1:42,60; Samir Ölmez - 200 m Freistil Entsch. (2016), 3:58,57;
Platz 3: Johannes Gräber – 100 m Brust Vorl. (2015), 1:52,46; Liel Baur – 200 m Freistil Ent., (2016), 4:03,70; Luca Bongartz – 200 m Brust Ent. (2012), 3:23,78; Malu Sudar – 100 m Brust Vorl. (2013), 1:32,93; Nahuel Campero – 100 m Brust Vorl. (2016), 1:53,68; Toni Bergmann – 200 m Lagen Entsch. (2013), 3:23,33; Toni Bergmann – 100 m Schmetterling Vorl. (2013), 1:42,60; Torben Held – 200 m Lagen Entsch. (2007), 2:53,74;
Finalteilnahmen des SVH: Laurin Oberlader – 50 m Schmetterling, 7. Platz (27,90) & 50 m Freistil, 6. (25,68); Carlotta Kondring - 50 m Brust, 4. (36,05); Daniel Schröder – 50 m Brust, 8. (32,65);